Britta Balogh begleitet Führungskräfte dabei, ihre Wirkung bewusst zu gestalten und innere Klarheit mit professionellem Auftreten zu verbinden. In ihrer Arbeit zeigt sie warum souveräne Führung heute weniger mit Lautstärke und mehr mit Haltung Sprache und Präsenz zu tun hat. Gerade in dynamischen Organisationen entscheidet nicht nur Fachkompetenz sondern die Art wie Menschen führen kommunizieren und Orientierung geben.
Im Interview spricht Britta Balogh darüber warum Sprache Karrierewege prägt wie Präsenz ohne Dominanz entsteht und weshalb Stil und Business Etikette keine Nebensache sind sondern ein entscheidender Faktor moderner Führungskultur. Ein Gespräch über Wirkung Vertrauen und die leise Kraft klarer Haltung.
Im Interview mit Britta Balogh
Was macht souveränes Auftreten heute wirklich aus?
Souveränes Auftreten zeigt sich heute im Zusammenspiel von innerer Haltung und äußerem Auftritt. Erscheinungsbild, Auftreten und Dresscode sind Ausdruck von Business-Etikette und haben eine klare Vorbildfunktion. Sie kommunizieren Werte, Kompetenz und innere Sicherheit und prägen die Führungskultur im Unternehmen.
Diese Wirkung entsteht nicht zufällig. Wer weiß, wofür er steht, Entscheidungen bewusst trifft und die eigenen Grenzen kennt, wirkt ruhig und verlässlich. In einer Arbeitswelt voller Dynamik und Unsicherheit entsteht Vertrauen dort, wo Führung Orientierung gibt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Wirksame Führung im organisationalen Kontext lebt von genau dieser Form von Klarheit.
Souveränität bedeutet nicht, alles im Griff zu haben. Sie zeigt sich im Umgang mit Ungewissheit, im bewussten Zuhören und im reflektierten Entscheiden. Menschen, die sich selbst ernst nehmen und nicht permanent in Reaktionsschleifen geraten, senden ein klares Signal: Ich bin präsent. Ich bin ansprechbar. Ich bin klar. Diese Form der Souveränität ist leise und sie trägt weit und prägt Führungskultur nachhaltig.
Warum entscheidet Sprache stärker über Karriere als Fachkompetenz?
Fachkompetenz ist die Eintrittskarte. Sprache ist Kommunikation und sie entscheidet maßgeblich darüber, wie eine Führungskraft ihr Team erreicht, mitnimmt und Orientierung schafft. Sprache ist Wirkung. Sie beeinflusst Vertrauen, Motivation und Verbindlichkeit. Sie prägt, wie Zusammenarbeit erlebt wird und wie Führung im Alltag tatsächlich ankommt.
Moderne Führung erfordert heute mehr als fachliche Exzellenz. Unklare Botschaften, zu viele Relativierungen oder eine defensive Wortwahl schwächen die eigene Wirkung und erschweren Führung im Unternehmen. Sprache macht sichtbar, wie jemand denkt, wie Verantwortung verstanden wird und wie Beziehungen gestaltet werden.
Karrierewege entwickeln sich dort, wo Fachwissen nicht für sich steht, sondern durch kommunikative und soziale Fähigkeiten ergänzt wird. Erst dann entfaltet fachliche Kompetenz ihre Wirkung im Führungsalltag. Wer Gedanken strukturiert ausdrücken, Anliegen präzise formulieren und auch in schwierigen Gesprächen ruhig bleiben kann, wird wahrgenommen, gehört und ernst genommen.
Wie entsteht Präsenz ohne Lautstärke?
Präsenz entsteht aus innerer Ausrichtung. Menschen, die bei sich sind, müssen nicht laut sein. Sie wirken durch Ruhe, Klarheit und Konsistenz. Gedanken, Sprache und Körpersprache bilden eine Einheit, die Orientierung vermittelt.
Besonders Führungskräfte in der Sandwichposition stehen unter hohem Erwartungsdruck. Zwischen Management und Team versuchen sie ausgleichend zu wirken und verlieren dabei häufig an innerer Stabilität. Diese Unsicherheit bleibt nicht verborgen. Sie zeigt sich in unklaren Botschaften, vorschnellen Reaktionen B a l o g h @ Co a c h i n g oder einem permanenten Rechtfertigungsmodus und mindert die eigene Präsenz spürbar.
Klar priorisierte Entscheidungen, nachvollziehbare Kommunikation und bewusst gesetzte Pausen schaffen dagegen Stabilität und Vertrauen. Sie geben Orientierung, entlasten Beziehungen und machen Führung berechenbar.
Präsenz zeigt sich im Raumhalten, nicht im Raumnehmen. In der Fähigkeit, Stille auszuhalten. In der Klarheit eines Satzes. In echtem Zuhören. Diese Form von Präsenz wirkt oft nachhaltiger als jedes dominante Auftreten und stärkt die Führungskultur im Unternehmen.
Britta Balogh über Wirkung Image und Präsenz im Business
Was lernen Führungskräfte aus internationaler Erfahrung?
Internationale Erfahrung schärft den Blick für Unterschiede und Zwischentöne. Wer in verschiedenen kulturellen Kontexten gearbeitet hat, erkennt schnell, dass eigene Maßstäbe nicht allgemeingültig sind. Direktheit, Zurückhaltung, Tempo oder Entscheidungswege werden sehr unterschiedlich interpretiert und verlangen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit.
Gerade in internationalen Arbeitsumfeldern wird deutlich, wie stark Führung über Wahrnehmung, Beziehung und Kontext wirkt. Diese Erfahrungen fördern Beobachtungsgabe, Anpassungsfähigkeit und Respekt. Führungskräfte lernen, genauer hinzusehen, mehr zu fragen und weniger vorschnell zu bewerten. Führung wird dadurch bewusster und differenzierter.
In Organisationen, die von unterschiedlichen Generationen, vielfältigen Hintergründen und neuen Arbeitsformen geprägt sind, ist diese innere Beweglichkeit von besonderer Bedeutung. Internationale Erfahrung stärkt die Fähigkeit, mit Unterschiedlichkeit souverän umzugehen und Führung situationsgerecht auszurichten.
Warum sind Stil und Haltung im Business keine Nebensache?
Stil ist gelebte Haltung. Business Etikette bildet dabei das sichtbare Fundament erfolgreicher Führung, nicht als starres Regelwerk, sondern als Ausdruck von Respekt, Klarheit und Verlässlichkeit. Sie zeigt sich im Umgang miteinander, in der Wortwahl, in der Selbstverständlichkeit professionellen Verhaltens.
Haltung ist das innere Fundament. Sie prägt, wie Menschen einander begegnen, wie Konflikte geführt werden und wie Verantwortung verstanden wird. Mitarbeitende nehmen sehr genau wahr, ob Worte und Verhalten übereinstimmen. Authentizität entsteht dort, wo Haltung, Sprache und Verhalten stimmig sind.
In Zeiten von Fachkräftemangel und kulturellem Wandel wird Stil zu einem entscheidenden Faktor. Führungskräfte, die wertschätzend, klar und verbindlich auftreten, schaffen Vertrauen. Vertrauen wiederum ist die Grundlage für Engagement, Entwicklung und nachhaltige Leistung.
Welche Kernbotschaft möchten Sie Führungskräften mitgeben und wie können sie mit Ihnen in Kontakt treten?
Wirksame Führung beginnt im Inneren. Klarheit über die eigene Haltung, eine bewusste Sprache und ein stimmiges Auftreten erweitern den Handlungsspielraum. Führung wird dadurch nicht anstrengender, sondern wirksamer, für die Führungskraft selbst, für das Team und für die Organisation.
Ich begleite Führungskräfte dabei, diese innere Klarheit zu entwickeln und nach außen sichtbar zu machen. Die Abstimmung mit HR ist dabei ein wichtiger Bestandteil, weil nachhaltige Entwicklung dort entsteht, wo individuelle Führungskompetenz und organisationale Ziele miteinander verbunden werden.
Der Austausch mit mir findet vor allem über LinkedIn statt, dort teile ich regelmäßig Impulse zu Führung, Kommunikation und Wirkung. Darüber hinaus bin ich über meine Website erreichbar. Ich arbeite mit Menschen auf ihrem Karriereweg, die Führung bewusst gestalten möchten und Verantwortung für ihre Wirkung übernehmen.
Über Britta Balogh
Britta Balogh begleitet Führungskräfte in Fragen von Haltung, Kommunikation und professioneller Wirkung. In ihrer Arbeit als Karrierecoach, Trainerin und Buchautorin verbindet sie Klarheit im Inneren mit souveränem Auftreten, Präsenz und Business Etikette als Grundlage wirksamer Führung. Ihre Impulse teilt sie regelmäßig auf LinkedIn und in ausgewählten Fachmedien.




